Auszug aus dem Projektrahmen

    Versuchsanlage: Synchronlauf zweier Grosswalzen mit Antriebstechnik von SEW-Eurodrive


    Zur optimierten Zerkleinerungstechnik wird eine Versuchsanlage aufgebaut, welche lediglich 2 bestückte gegenläufige Walzen integriert hat.
    Es sollen mehrere Versuchsabläufe gefahren werden, wobei die Positionen der zueinander stehenden Walzen bei jedem Ablauf anders sein sollen. Somit kann eine optimale Position gefunden werden, damit das Mahlgut entsprechend gleichmässig klein gemahlen wird.

    Aus technischer Sicht ist ein Antrieb der "Masterantrieb" und wird rein auf eine Solldrehzahl geregelt. Der zweite Antrieb ist der "Slaveantrieb" und folgt dem Master so schnell wie möglich.
    Somit ergibt sich ein sehr genauer Synchronlauf dieser beiden Antriebe. Wird der Master aufgrund von hohem Materialaufkommen ausgebremst, bremst der Slave ebenfalls sofort ab. Sollte der Slaveantrieb ausgebremst werden, wird der Masterantrieb verzögert. Die dabei anfallende Energie wird mit Bremswiderständen abgebaut.

    Durchgeführt wurden ca. 10 Abläufe, dabei wurden jeweils etwa 300 kg Material zerkleinert.



    beteiligte Firmen:

  • Merz Aufbereitungstechnik GmbH
    Entwicklung und Bau der Versuchsanlage

  • Elektrotechnik Wahner & Jehle GmbH
    Entwicklung und Softwareentwicklung des Synchronlaufes; Planung und Bau des Steuerschrankes; Inbetriebnahme und Ablauftests mit der kompletten Anlage und Durchführung von Versuchsabläufen



    technische Erläuterungen:

  • 1 x VIPA SPS CPU-314ST/DPM

  • 1 x Siemens WinCCflex Runtime zur Visualisierung der Testabläufe

  • 2 x Walzenantriebe 180° versetzt mit je 30 kW

  • Automationsumfang:
    • Verwaltung der Sicherheitstechnik
    • Handbetrieb aller Aggregate
    • vollautomatische Neusynchronisierung
    • Automatischer Brechervorgang mit Absolut-Synchronlauf und Überwachung
    • Aufzeichnung der Drehzahlen und Winkelverschiebung zwischen den Walzen






    Aufgabetrichter mit Material





    Gesamtaufbau der Versuchsanlage





    Masteranstrieb mit 30kW





    Anlagenbetrieb ohne Synchronlauf, die Winkeldifferenzen weichem immer wieder voneinander ab.





    Anlagenbetrieb mit Synchronlauf, der Slave holt den Masterantrieb immer wieder ein.